Knochendichtemessung

Die Knochendichtemessung oder Osteodensitometrie ist eine nebenwirkungsarme, international verwendete Methode, um die Dichte und damit Festigkeit des Knochens zu analysieren und damit die Gefährdung für Osteoporose (Knochenschwund) abzuschätzen. Die Untersuchung ermittelt die Dichte, also den Mineralsalzgehalt des Knochens.

Es gibt zwei gängige Verfahren: 

Die Messung mittels Computertomographie gibt einen exakten physikalischen Wert der Dichte des Knochens an, ist wenig fehleranfällig, ist aber mit einer hohen Strahlenbelastung verbunden und wird deswegen nur in seltenen Fällen und in der Forschung verwendet.

Bei der Messung mittels DXA kommt es zum gleichzeitigen Einsatz von zwei energetisch leicht unterschiedlichen Röntgenquellen (Dual-Röntgen-Absorptionsmetrie). Bei diesem Verfahren ist die Strahlendosis erheblich niedriger, der Mineralsalzgehalt des Knochens wird aber nur über die Abschwächung und Differenz der auf dem Detektor ankommenden Strahlen errechnet. Das Messergebnis ist also keine physikalische Größe, sondern ein mathematischer Wert (Flächenprodukt) und ist störanfällig, falls Patienten besonders klein oder dick sind oder auf dem Weg der Strahlen durch den Körper anderes Gewebe die Strahlen abfängt, wie zum Beispiel bei Arteriosklerose oder knöchernen Randkantenanbauten bei Arthrose. Vorteil dieser Methode ist die Messung an verschiedenen Messorten, meist an mehreren Stellen der Lendenwirbelsäule und den Hüften, so dass fehlerbehaftete Messungen gestrichen werden können. Die Messergebnisse geben die statistische Abweichung von einem gesunden Knochen an und werden als T-Wert angegeben. Der Z-Wert hat keine besondere Relevanz und zeigt lediglich den Vergleich zur Alterskohorte.

Ein T-Wert unter -2,5 bedeutet eine Abweichung um zweieinhalb Standardabweichung nach unten und wird als Osteoporose definiert. Allein aus diesem Wert wird in aller Regel aber keine Therapie abgeleitet, sondern es werden mehrere Risikofaktoren, um einen Knochenbruch hervorzusagen, mit einbezogen, wie z.B. das Alter, die körperliche Fitness, vor allem muskuläre Kompetenz, verschiedenen Medikamente und vieles mehr.

Kosten

Die Kosten der Knochendichtemessung wird von den gesetzlichen Kassen nur übernommen nach Knochenbrüchen der Wirbelsäule und des Oberschenkels, die nicht auf einen Sturz zurückzuführen sind und auch dann nur alle 5 Jahre. Besteht ein anamnestisch hochgradiger Verdacht auf Osteoporose z.B. bei jahrelanger Kortisoneinnahme besteht ebenfalls die Möglichkeit einer Kassenabrechnung. In allen anderen Fällen müssen die Kosten der Untersuchung dem Patienten in Rechnung gestellt werden.

Knochendichtemessung